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Ob es der Porsche Cayenne S HYBRID wirklich bring

EIN PORSCHE FÜR DAS REINE GEWISSEN

Ein nennenswerter Unterschied? Außer 19.000 Euro Preisunterschied? Wir haben es getestet.


Von außen ist er nicht zu unterscheiden von seinen Schwestermodellen mit herkömmlichem Antrieb. Einzig der an den Flanken klebende Schriftzug hybrid zeigt, dass man an die Umwelt denkt.

78.636 Euro müssen in den Cayenne S Hybrid investiert werden. Das entspricht dann aber nur der Grundausstattung. Die Kosten für die Vollausstattung liegen bei ungefähr 150.000 Euro.


SUVs sind große, schwere und vor allem aero-dynmaische Dinosauerier. Demnach verbrauchen Sie auch ordentlich Benzin. Porsche wollte das Vorurteil vom Energieverschwender reinwaschen und den CO2-Austoß auf Mittelklassewagen-Niveau drücken, nicht zuletzt auch, damit der durchschnittliche Flottenverbrauch bei Porsche wieder stimmt.

Also wurde in den Cayenne S ein Elektromotor eingebaut, welcher den 3.0 Liter V6-Motor unterstützt. Elektrisch kann man dann zum Beispiel in der Stadt fahren, wenn es dem System sinnvoll erscheint.

Der Elektromotor funktioniert durch Rekuperation, das heisst, die Energie die durch das Bremsen entsteht und die durch den Benzinmotor zur Verfügung gestellt wird, wird rückgewonnen und in die Batterien des Elektromotors eingespeist.































Rein elektrisch fahren gelingt jedoch leider nur kurzfristig, gibt man einmal ein bisschen zu schnell Gas, schaltet sich direkt der Benzinmotor wieder an. Das mit dem wenig Gas geben ist in einem Porsche Cayenne S nämlich schon echt schwierig, wenn nur nicht diese funkelnden Schaltwippen mich immer wieder animieren würden, etwas mehr aus dem Auto rauszuholen. Die 333 imaginären Pferde (333 PS) wollen ja schliesslich auch bewegt werden und sich nicht von Elektronen schieben lassen, zumal sich diese sowieso nur bis 150 km/h anstrengen können.


Eine leichte bergab Passage und dann entdecken wir die Gleitfunktion. Der Benzinmotor hat sich komplett abgeschaltet und der Elektromotor hat übernommen. Ein komisches Gefühl, trotz Fahrens den Drehzahlmesser auf Null stehen zu sehen. Motorsound hört man natürlich auch keinen mehr. Die Straße ist wieder eben und ich drücke aufs Gas, behutsam, und der Elektromotor bleibt tatsächlich an. Im Stadtverkehr also sicherlich eine umweltfreundlichere Angelegenheit, solange man im Verkehr sanft „mitschwimmt“.


Doch wirklich gebracht hat es am Ende der Fahrt nicht viel. Unser Durchschnittsverbrauch liegt bei 12 Litern/100km. Ein 3.0 Liter Diesel SUV einer bayrischen Motorenmarke verbraucht kombiniert sogar weniger. Wirklich effizient ist die Geschichte am Ende also nicht. Eher was fürs Gewissen und die Nachbarn („Hey, ich denke an die Umwelt und fahre grün“).


In Sachen Fahrkomfort und Fahrdynamik machen dem Cayenne nur sehr wenige etwas vor, trotz seiner 2,3 Tonnen Leergewicht spurtet der SUV in 6,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit von 245 km/h ist auch nicht von schlechten Eltern und die butterweiche verstellbare Luftfederung versprüht den Luxus eines Oberklasse-Sedans.


Die vom Hersteller angegebenen 8,2 Liter/100 km Verbrauch sind wohl nur zu erreichen, wenn man das Gaspedal streichelt. Wären da nicht diese Schaltwippen, die einen ständig auffordern, aber dieses Thema hatten wir schon.


Abschliessend kann ich sagen, gleichen Komfort bekommt man auch etwas kostengünstiger im Cayenne Diesel. Für Menschen, die jedoch zeigen müssen, dass die Umwelt uns alle etwas angeht, und das nötige Kleingeld haben, ist der Cayenne S Hybrid genau das Richtige. Auch wenn es umwelttechnisch eigentlich keinen Unterschied macht. Auf das reine Gewissen kommt es ja schliesslich an. ;-)


Nota bene // Nachtrag

Vier Jahre ist diese Testfahrt jetzt her und ich muss sagen, das System mit dem Hybrid war damals noch nicht ausgereift und ist es heute auch irgendwie immer noch nicht. Dazu passt eine Informationen, die wir aus Insiderkreisen erfahren haben: Danach ist es praktisch wohl nicht möglich,  seinen Hybrid-Porsche bei Porsche zu akzeptablen Konditionen in Zahlung zu geben, selbst wenn man einen Neuwagen vom Hof holt. Man kann das so interpretieren, dass die Kollegen offenbar wohl nicht an diesen Trend Ihrer eigenen Projekte glauben. Ich meine, sie haben sich damals gesagt, „okay das ist jetzt ein Trend, da müssen wir mitmachen, Jungs macht mal was“.



Meiner Meinung nach kann man keinen „Benziner“ umbauen und einen saubereren daraus machen. Von Grund auf neu muss ein Auto der „neuen“ Zeit aufgebaut werden. Und das hat bisher nur ein einziger Hersteller wirklich konsequent gemacht: Nämlich Tesla. Die unabhängige Verbraucherzeitung Consumer Reports hat laut Bericht des AndroidMAG vom 25.2.2015 dem Tesla Model S bereits 2013 bescheinigt, jedes andere Auto, egal ob Benziner oder Elektro in jeder Kategorie geschlagen zu haben. Wie wir diese Aussage aktuell überprüft haben, können Sie jetzt und in den kommenden TELSA-Berichten des JT-MAG.com nachlesen.

Ganze 3:44 min rein elektrisch gefahren.

Benzinmotor ist abgekoppelt, fahren nur über den Elektromotor

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